Der Onlinehandel bietet große Chancen, stellt Verbraucherinnen und Verbraucher aber zunehmend auch vor neue Herausforderungen. Gerade bei Anbietern aus Drittstaaten wird häufig nicht ausreichend transparent gemacht, wo ein Unternehmen tatsächlich sitzt oder welche Kosten bei Rücksendungen entstehen. Das führt zu Fehlentscheidungen beim Kauf und im Nachhinein oft zu finanziellen Belastungen.
Deshalb setzen sich die regierungstragenden Fraktionen im Schleswig-Holsteinischen Landtag für klare und verbindliche Regeln im Onlinehandel ein. Ziel ist es, dass Anbieter aus Drittstaaten künftig deutlich und gut sichtbar über ihren tatsächlichen Unternehmenssitz, Rücksendeadressen sowie mögliche Zusatzkosten wie Zollgebühren oder Versandkosten informieren. Diese Angaben müssen bereits vor dem Kauf transparent und verständlich dargestellt werden, damit Verbraucherinnen und Verbraucher eine fundierte Entscheidung treffen können.
Gleichzeitig wollen wir die Durchsetzung bestehender Regeln stärken. Die Bundesnetzagentur soll besser in die Lage versetzt werden, die Einhaltung der Informationspflichten konsequent zu kontrollieren und Verstöße öffentlich zu machen. Ergänzend begrüßen wir Instrumente wie den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen, die Verbraucherinnen und Verbraucher zusätzlich schützen.
Guter Verbraucherschutz bedeutet nicht Bevormundung, sondern Transparenz und faire Rahmenbedingungen. Wer gut informiert ist, kann eigenverantwortlich entscheiden. Genau das wollen wir stärken.

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