CDU SH setzt Mindestalter für Nutzung von Social Media-Plattformen durch

23.02.2026

Auf Initiative der CDU Schleswig-Holstein hat der CDU-Bundesparteitag heute (21.02.2026) einen Antrag für ein altersgerechtes und verantwortungsvolles digitales Erwachsenwerden beschlossen, der die Forderung nach einem Mindestalter für die Nutzung von Social Media-Plattformen und klare Regeln und Beschränkungen beinhaltet.

Dazu äußert sich der Landesvorsitzende Daniel Günther: „Die Initiative der CDU Schleswig-Holstein hat den Kinder- und Jugendschutz in den Fokus dieses Parteitages gestellt. Der Bundesparteitag hat die Forderung der CDU Schleswig-Holstein für ein Mindestalter für die Nutzung von Social Media-Plattformen beschlossen. Die CDU Schleswig-Holstein hat gemeinsam mit der CDU Thüringen durchgesetzt, den Antrag auf dem Bundesparteitag in der Sache zu entscheiden und nicht in Gremien zu verweisen. Endlich schützen wir Kinder und Jugendliche vor den Gefahren von Social Media, besonders den Algorithmen der Techkonzerne. Es soll klare Regeln und Beschränkungen der Plattformen gegenüber Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahren geben, ein Komplettverbot soll bis 14 gelten. Wir werden jetzt alles dafür tun, diese Maßnahmen für Kinder- und Jugendschutz schnellstmöglich umzusetzen."

Hintergrund:

Konkret fordert die CDU Deutschlands in ihrem Beschluss
ein Mindestalter von 14 Jahren für offene soziale Netzwerke,
die Ausgestaltung des besonderen Schutzbedürfnisses bis zum 16. Lebensjahr im digitalen Raum,
empfindliche Bußgelder bei Verstößen,
flankierende Präventions- und Bildungsmaßnahmen,
Transparenzpflichten für Algorithmen,
rechtswidrigen Inhalten wirksam zu begegnen,
die Stärkung analoger Lebenswelten,
eine EU-weite Harmonisierung entsprechender Altersstandards.

Weitergehende Forderungen aus dem Antrag der CDU Schleswig-Holstein wie die Klarnamenpflicht oder die Einführung einer Digitalabgabe wurden vom Parteitag zur weiteren Beratung in die Bundesfachausschüsse Digitaler Staat, Familie, Demokratieverständnis und BACDJ sowie die CDU/CSU-Bundestagsfraktion überwiesen.

Die CDU Schleswig-Holstein hatte bereits im Juni 2025 auf einem Landesausschuss umfangreiche Positionen zur Ordnung des digitalen Raums beschlossen, die u.a. mehr Transparenz und Rechtsdurchsetzung durch Plattformregulierung und mehr Kinder- und Jugendschutz im Netz durch klare Schutzgrenzen für Minderjährige einfordern.

Verantwortlich:
Antonia Grage