Landesausschuss beschließt Leitantrag „Schleswig-Holstein baut Zukunft“

18.06.2026

Mit dem Leitantrag „Schleswig-Holstein baut Zukunft“ setzt die CDU Schleswig-Holstein ein klares Signal für mehr Tempo beim Wohnungsbau, weniger Bürokratie und bezahlbares Wohnen. Im Mittelpunkt des Landesausschusses heute (16. Juni 2026) in Kiel stand die Frage, wie Bauen wieder einfacher, schneller und wirtschaftlicher werden kann.

"Wohnen ist die große soziale Frage unserer Zeit. Wir brauchen dringend mehr bezahlbaren Wohnraum und müssen Bauen in Deutschland einfach machen", so der Landesvorsitzende Daniel Günther. "Zu lange Verfahren, immer neue Auflagen und hohe Kosten bremsen den Wohnungsbau und Investitionen aus. Diese Hindernisse müssen wir in Deutschland konsequent abbauen, Neubau, Umbau und Sanierung erleichtern und unseren Kommunen mehr Freiraum geben. Genau dafür machen wir uns stark. Die CDU-geführte Landesregierung hat dafür bereits umfassende Maßnahmen eingeleitet: von der Reform und Flexibilisierung der Landesbauordnung, über die Einführung des Regelstandards Erleichtertes Bauen, die Digitalisierung der Bauverwaltung bis hin zur Weiterentwicklung der Landesplanung und der Städtebauförderung. Diese Schritte waren wichtig und richtig. Angesichts des weiterhin hohen Drucks auf dem Wohnungsmarkt müssen sie konsequent fortgesetzt werden."

Die CDU Schleswig-Holstein fordert unter anderem eine konsequente Ausnutzung des Wohnungsbau-Turbos, Wohnungsbau im überragenden öffentlichen Interesse und Vereinfachungen bei Umbau, Umnutzung und Aufstockung sowie eine stärkere Nutzung seriellen und modularen Bauens. Außerdem soll es künftig statt Flächennutzungs- und Bebauungsplan nur noch einen einzigen Bauleitplan geben, um so Planungen deutlich zu beschleunigen. Auch die Landesplanung soll vereinfacht, der wohnbauliche Entwicklungsrahmen abgeschafft und die Entwicklungsmöglichkeiten kleinerer Gemeinden gestärkt werden.

„Vor Ort weiß man am besten, wo Wohnraum gebraucht wird und am besten entstehen kann. Deshalb benötigen unsere Kommunen mehr Spielräume und weniger kleinteilige Vorgaben“, betont Dr. Frederik Hogrefe, Leiter der Arbeitsgruppe zum Leitantrag.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Eigentumsbildung und sozialer Wohnraumförderung. Die CDU will den Erwerb der ersten selbstgenutzten Immobilie erleichtern, Familien stärker unterstützen und die soziale Wohnraumförderung auf hohem Niveau fortführen. Zugleich sollen besondere Bedarfsgruppen wie Auszubildende, Studierende, ältere Menschen, Alleinerziehende und Menschen in schwierigen Wohnsituationen noch stärker in den Blick genommen werden.

Auch die Wärmewende im Gebäudesektor braucht ein Upgrade: Klimaschutz und bezahlbares Wohnen dürfen sich nicht ausschließen. Dafür fordert die CDU unter anderem bessere Förderbedingungen, Investitionen in Wärmenetze und schnellere Genehmigungen für klimaneutrale Bau- und Energiekonzepte.

„Die Lage beim Bau entspannt sich gerade und das müssen wir so gut es geht unterstützen“, so Hogrefe abschließend. „Mit unserem Leitantrag machen wir deutlich, was gebraucht wird: wir schaffen rechtliche Freiräume, wir stärken die Eigentumsbildung und Wohnraumförderung sowie die Städtebauförderung und setzen auf eine Wärmewende im Gebäudesektor, die bezahlbar bleibt.“

Weiterhin beschlossen die Delegierten unter TOP 7 eine Reihe von Sachanträgen aus diversen Themengebieten, u.a. zum Elterngeld, zur Sicherheitspolitik und zu Gesundheit und Pflege.